01
Was wird in diesem Beruf gemacht?
Pflegefachpersonen stellen den individuellen Pflegebedarf fest, planen geeignete Maßnahmen, führen sie durch und beurteilen ihre Wirkung. Bestimmte pflegerische Aufgaben sind ihnen gesetzlich vorbehalten.
- Gesundheitszustand und Pflegebedarf erfassen und dokumentieren
- Körperbezogene Pflege und Unterstützung im Alltag
- Medikamente und ärztlich veranlasste Maßnahmen fachgerecht durchführen
- Wunden versorgen und Vitalzeichen beobachten
- Menschen und Angehörige beraten, anleiten und begleiten
- Notfälle erkennen und geeignete Maßnahmen einleiten
- Pflegequalität sichern und mit anderen Berufsgruppen zusammenarbeiten
02
Wie läuft die Ausbildung ab?
Die generalistische Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre. Sie umfasst mindestens 2.100 Stunden Unterricht an einer Pflegeschule und 2.500 Stunden praktische Ausbildung. Die Einsätze finden unter anderem im Krankenhaus, in stationären Pflegeeinrichtungen, in der ambulanten Pflege sowie in der psychiatrischen und pädiatrischen Versorgung statt.
Der Träger der praktischen Ausbildung schließt einen Ausbildungsvertrag und zahlt eine Vergütung. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen.
03
Was sollte man mitbringen?
Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Beobachtungsgabe und eine klare Kommunikation sind ebenso wichtig wie Sorgfalt und Belastbarkeit. Pflegefachpersonen müssen Nähe zulassen, persönliche Grenzen achten und medizinische sowie pflegerische Zusammenhänge sicher beurteilen.
04
Wo und wann wird gearbeitet?
Arbeitsplätze gibt es in Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Diensten, psychiatrischen Einrichtungen, Hospizen, Rehabilitationskliniken und weiteren Versorgungsbereichen. Je nach Arbeitsplatz gehören Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste dazu.
05
Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?
Nach der Ausbildung sind Spezialisierungen etwa in Intensivpflege, Anästhesie, Psychiatrie, Onkologie, Pädiatrie, Praxisanleitung oder Palliativversorgung möglich. Weitere Wege führen in Leitung, Qualitätsmanagement, Pädagogik oder ein pflegewissenschaftliches Studium.