Trainerin leitet eine gemischte Sportgruppe bei einer Übung anBeruf 08

Menschen fördern, Bewegung vermitteln, Gemeinschaft stärken

Trainer/in & Übungsleiter/in

Ob im Amateurverein, im Breiten-, Gesundheits- oder Leistungssport: Trainerinnen, Trainer und Übungsleitende vermitteln weit mehr als Technik. Sie planen Training, fördern Menschen individuell, schaffen Gemeinschaft und begleiten Erfolge ebenso wie Niederlagen.

Viele WegeJe nach Sport und Aufgabe
120 LEMindestens für die C-Lizenz
C · B · AAufeinander aufbauende Lizenzstufen
Rund 80 %Engagieren sich ehrenamtlich
OriginalsongsWas bleibt · What Remains

Musik zum Beruf

15 Sekunden reinhören

Bild und Musik setzen sich gemeinsam in Bewegung. Die Hörprobe läuft nach dem Start als kurze Schleife.

Cover: What Remains
Englischer SongWhat Remains
Cover: Was bleibt
Deutscher SongWas bleibt
Ab Veröffentlichung vollständig anhören, streamen oder kaufen

01

Was leisten Trainer und Übungsleitende?

Sie gestalten sichere, zielgerichtete und motivierende Sportangebote für unterschiedliche Alters-, Leistungs- und Erfahrungsstufen. Dazu beobachten sie Bewegungsabläufe, geben verständliche Rückmeldungen und passen Belastung sowie Übungen an die Gruppe oder einzelne Sportlerinnen und Sportler an.

  • Trainingseinheiten und längerfristige Trainingspläne vorbereiten
  • Technik, Taktik, Kondition, Koordination und Bewegungsfreude vermitteln
  • Leistungsentwicklung beobachten und Training sinnvoll anpassen
  • Aufwärmen, Belastungssteuerung, Regeneration und Sicherheit berücksichtigen
  • Gruppen führen, motivieren und ein respektvolles Miteinander fördern
  • Wettkämpfe, Spiele, Kurse oder Sportveranstaltungen begleiten
  • Kinder, Jugendliche, Erwachsene, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung bedarfsgerecht unterstützen

02

Trainer/in oder Übungsleiter/in – wo liegt der Unterschied?

Die Grenzen können je nach Verband und Einsatzbereich ineinandergreifen. Trainerlizenzen sind häufig auf eine bestimmte Sportart ausgerichtet und existieren sowohl für den Breiten- als auch für den Leistungssport. Übungsleiterlizenzen sind meist sportartübergreifend angelegt und qualifizieren beispielsweise für Breitensport, Prävention oder Rehabilitation.

Es handelt sich nicht um einen einzigen, einheitlich geregelten Ausbildungsberuf. Der passende Weg richtet sich nach Sportart, Zielgruppe, Verein, Verband und angestrebter Tätigkeit.

03

Wie funktioniert das Lizenzsystem?

Das Lizenzsystem des Deutschen Olympischen Sportbundes ist mehrstufig aufgebaut. Für eine C-Lizenz sind mindestens 120 Lerneinheiten zu je 45 Minuten vorgesehen. Nach Angaben des DOSB sind dafür grundsätzlich keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich; das Mindestalter liegt bei 16 Jahren.

Darauf können die B-Lizenz mit mindestens 60 weiteren Lerneinheiten und die A-Lizenz mit mindestens 90 weiteren Lerneinheiten aufbauen. Für höhere Stufen werden eine gültige Vorlizenz und praktische Erfahrung verlangt. Lehrgänge und konkrete Zulassungsbedingungen organisiert der jeweils zuständige Sportverband oder Landessportbund.

04

Was sollte man mitbringen?

Freude an Bewegung allein genügt nicht: Gute Trainerinnen, Trainer und Übungsleitende brauchen Verantwortungsbewusstsein, Geduld, Beobachtungsgabe und verständliche Kommunikation. Sie sollten Menschen fair behandeln, Grenzen respektieren, mit unterschiedlichen Fähigkeiten umgehen und auch in schwierigen Situationen verlässlich bleiben.

05

Ehrenamt, Nebenberuf und Profisport

Die Tätigkeit reicht vom freiwilligen Einsatz im örtlichen Verein über nebenberufliche Kurs- und Trainingsangebote bis zum hauptberuflichen Leistungs- und Profisport. Nach einer DOSB-Erhebung arbeiten knapp 80 Prozent der Trainerinnen, Trainer und Übungsleitenden ehrenamtlich, rund 16 Prozent nebenberuflich und nur knapp vier Prozent hauptberuflich.

Gerade im Amateur- und Nachwuchssport schenken Ehrenamtliche regelmäßig ihre Zeit, übernehmen Aufsicht und Verantwortung und prägen Menschen oft über viele Jahre. Diese Leistung verdient dieselbe öffentliche Anerkennung wie sportliche Erfolge.

Unser Dank und Respekt

Danke für Ihre großartige Leistung.

Unser aufrichtiger Dank gilt allen Menschen in diesem Beruf und Aufgabenbereich – den Haupt- und Nebenberuflichen, den Auszubildenden und Studierenden sowie allen Ehrenamtlichen. Sie schenken Können, Zeit, Kraft und oft weit mehr, als Außenstehende sehen.

„Das Goldene Handwerk“ möchte Ihre Leistung sichtbar machen und Ihnen den Respekt und die Anerkennung zollen, die Ihr täglicher Einsatz verdient.